Die geringen Kosten digitaler Fotografie führen dazu, das von jedem Motiv unzählige Negative belichtet werden. Auch Analog-Fotografen belassen es nicht bei einer Aufnahme. Doch wie wählt man später das Richtige aus? Welche Kriterien gibt es, das erfolgreiche Negativ zu ermitteln? In diesem Kurs lernen Sie formale und inhaltliche Kriterien kennen, sie voneinander zu unterscheiden und gegeneinander abzuwägen.

Sie lernen, wie sich Ihre persönlichen Entscheidungen von denen anderer Fotografen unterscheiden und wie formale Aspekte die von Ihnen gewünschte Bildaussage unterstützen aber auch behindern können. Im Gespräch lernen Sie zu argumentieren und Ihre eigenen Kriterien zu schärfen. Vielleicht werden Sie nach diesem Kurs weniger Negative belichten, dafür aber mehr Bilder nach ihren eigenen Vorstellungen machen.

Workshop mit Sibylle Hoffmann und Thomas Michalak
In diesem Seminar wollen wir uns dem Thema Meer auf vielfältige Weise nähern. Das Meer als zentrales Motiv, als Sehnsuchtsort, der schon immer eine große Faszination auf den Menschen ausgeübt hat. Das Meer aber auch als Ort des Schreckens, ausgelöst durch unbändige Naturgewalten im Kampf des Menschen mit dem Meer.Voraussetzungen: Selbstständiger Umgang mit der Kamera. Aber auch der Schrecken des überbordenden Tourismus, das Wissen um die ökologischen Veränderungen beeinflussen unser Bild vom Meer und nicht zuletzt die vielen Katastrophen im Zusammenhang mit den Flüchtlingsströmen verwandeln unser Bewusstsein und unsere Bilder vom Meer als Ort der reinen Kontemplation. Ist hier nicht das Land auf der anderen Seite des Meeres eher der Sehnsuchtsort? Das Land, die Landschaft am Meer, die immer auch eine besondere ist, der Strand als Grenzstreifen zwischen Land und Meer, können ebenso Inhalt der Auseinandersetzung mit dem Thema Meer sein, wie der Blick in die Ferne, auf den Horizont, oder die Wasserfläche selbst, deren Farbe und Beschaffenheit eine beinahe unerschöpfliche Projektionsfläche für innere Bilder bietet.
Zusatzinformation: Der Workshop findet an der Ostsee in einem Ferienhaus/ Ferienwohnung statt, der genaue Ort wird noch bekannt gegeben. Für die gemeinsame Unterbringung und Verpflegung entstehen weitere Kosten.

Das intuitive Porträt

Über die Wechselwirkungen beim Fotografieren von Menschen

Das fotografische Bild anderer Menschen in den Medien bestimmt seit mehr als 100 Jahren unsere Wahrnehmung der Welt. Wir suchen das Andere und finden auch das eigene Leben in Gesichtern, Posen und Lebensräumen.

Globalisierte Medien, globalisierte Kultur und Lebenspraxis und die für jedermann möglich gewordene Bildbearbeitung führen dabei zu mehr, aber immer weniger unterscheidbaren Bildern. Der Wunsch, das eigene Bild zu kontrollieren ist wichtig geworden und die Neugierde darauf, was auf einer Fotografie von mir zu sehen sein könnte geschwunden. Viele, die Menschen fotografieren wollen, berichten daher von (durchaus beiderseitigen) Vorbehalten und Unsicherheiten im Kontakt mit Fotografierten. Ist der Fotograf Dienstleister, der das Bild der Gegenübers möglichst genau dessen Selbstbild anpasst? Oder ist das Modell Material und Baustein für die Bildvorstellung das Fotografen? Nicht zu vergessen all die (unausgesprochenen) Schattierungen dazwischen.

Das intuitive Porträt stellt den Kontakt selbst in den Mittelpunkt und sieht das Foto als Ergebnis einer Begegnung. Der Fotograf lässt sich vom Erleben seines Gegenübers (seiner Neugier) führen und führt selbst durch seine Bildvorstellungen ohne den Kontakt zum Fotografierten zu verlieren. So können für beide unerwartete Bilder entstehen.

In diesem Kurs bekommen Sie Raum, mit anderen über (selbsteinschränkende) Vorstellungen und Unsicherheiten beim Fotografieren von Menschen zu sprechen. Anhand von Beispielen aus der Fotogeschichte lernen Sie, welche unterschiedlichen Möglichkeiten und Herangehensweisen des Porträts die Fotografie bisher geboten hat und wie sich die Bedeutung von Menschenbildern vielleicht durch den zeitlichen Abstand verändert. Im Kursgespräch lernen Sie Ihr persönliches Interesse an Anderen besser kennen und als Sicherheit im Umgang mit ihrem Gegenüber nutzen.

Im praktischen Teil werden Sie mit anderen Teilnehmern fotografieren und dabei sowohl die Rolle des Fotografen als auch des Fotografierten einnehmen.

Mit Bildbesprechungen, Rollenspielen, praktischen Übungen und ggf. einer Exkursion. Für die Zeit zwischen den beiden Wochenenden erhalten Sie eine fotografische Aufgabe. Die im Workshop entstandenen Arbeiten werden am letzten Kurstag in einer kleinen internen Ausstellung präsentiert und besprochen. Für die Anfertigung der Arbeitsprints rechnen Sie bitte mit einer Umlage um 7-8 Euro.

Voraussetzungen: Sie können mit Ihrer Kamera umgehen. Bereitschaft zum Kontakt und der Auseinandersetzung mit anderen Teilnehmern. Motivation und 3 Stunden zusätzlicher Zeitaufwand für eine fotografische Aufgabe zwischen den beiden Wochenenden.

Digitaler Klassenraum, kursbegleitend: Hier kannst du dich während und 3 Monate mach dem Workshop mit anderen Teilnehmern in Wort und Bild austauschen. Zusätzlich findest du ergänzende Links oder weiterführende Informationen.

Zur Teilnahme benötigst du einen Kursschlüssel, den du von deinem Kursleiter bekommst.


Eine künstlerische Auseinandersetzung mit verschiedenen Methoden und Herangehensweisen von experimentellem Arbeiten. Unterschiedliche Positionen von Künstlern und Künstlerinnen sowie ihre Arbeitsweisen werden vorgestellt. Ziel ist es, dass die Teilnehmenden aufgrund der Ideen und Konzepte einen Impuls für das eigene Arbeiten entwickeln. Für Fortgeschrittene.

Available Light

Fotografieren mit verfügbarem Licht

Nur das vorhandene Licht für eine Aufnahme zu benutzen, war besonders in den 1980er Jahren sehr beliebt. Es erlaubte einerseits ohne viel Gepäck mit kleinen Kameras und in jeder Situation zu Fotografieren, andererseit kam es dem damaligen Bedürfnis entgegen, sich jedem Moment des Lebens - so wie er gerade war - zu nähern und ihn zum Bildgegenstand zu machen. Ein technischer, wie inhaltlicher Purismus.

Diese Einfachheit und die Beschränkung auf das Wesentliche können auch heute wieder spannend sein. Dieser Kurs gibt einen kurzen Einblick in die Geschichte der Available Light Fotografie und erklärt inhaltliche und technische Herrausforderungen. In einem Praxisteil nähern Sie sich eigenen Motiven, suchen und finden eine persönliche Ballace zwischen Bildrauschen, Bewegungsunschärfe und Schärfentiefe.

Foto: Nicholas Nixon fotografiert die "Brown Sisters", seine Frau un deren Gewschwister einmal im Jahr als Langzeitprojekt. Im Herbst 2018 ist im c/o Berlin eine große Retrospektive mit den Arbeiten von Nicholkas Nixon zu sehen.

Berlin Green Spaces

A Photography Workshop In English am Photocentrum der VHS Friedrichshain-Kreuzberg.

Klaus W. Eisenlohr

Kursbegleitender digitaler Klassenraum mit zusätzlichen Imformationen und Übungen. Hier kannst du auch außerhalb des Unterrichts mit anderen Teilnehmern in Kontakt sein, Bilder, Tipps und Anregungen austauschen.



Fotografie im Diskurs

Thomas Michalak

Kursbegleitender digitaler Klassenraum mit zusätzlichen Imformationen und Übungen. Hier kannst du auch außerhalb des Unterrichts mit anderen Teilnehmern in Kontakt sein, Bilder, Tipps und Anregungen austauschen.

Frage deinen Kursleiter nach dem Zugangsschlüssel.

Schwarzweiß - Farbe

Eine kontrastive Untersuchung

Thomas Michalak

Kursbegleitender digitaler Klassenraum mit zusätzlichen Imformationen und Übungen. Hier kannst du auch außerhalb des Unterrichts mit anderen Teilnehmern in Kontakt sein, Bilder, Tipps und Anregungen austauschen.

Den Gruppenschlüssel (Zugangscode) bekommen Sie von Ihrem Kursleiter.

Auch wenn Fotografieren nach Robert Frank eine einsame Reise ist, so stellt das Ergebnis doch einen persönlicher Ausdruck und damit ein Angebot zur Kommunikation dar. Kunst kann und will persönliche und gesellschaftliche Verhältnisse reflektieren und sich zu einem Betrachter in Beziehung setzen. In Bildbesprechungen erfahren wir immer wieder, wie hilfreich der Dialog mit und über Bilder auch für den Fotografen sein kann. Warum also für die Kiste fotografieren, wenn digitale Medien eine öffentliche Präsentation so einfach machen? In diesem Kurs lernen Sie eine Webseite, einen Blog oder ein Portfolio auf der Grundlage des kostenlosen CMS Wordpress aufzusetzen. Wie präsentieren sie ihre Inhalte möglichst erfolgreich? Welche Gestaltung passt transportiert Ihre Inhalte am besten? Brauchen Sie Texte und wie können sie die bekommen? Welche rechtlichen Belange (Impressum, Datenschutz, Rechte Dritter) müssen Sie bei einer Veröffentlichung beachten? Diskutieren Sie gemeinsam Vor- und Nachteile einer Feedback-Möglichkeit für den Betrachter. Nach einer Einführung arbeiten wir mit ihren Fotos. Suchen Sie sich ein passendes kostenloses Template. Entwerfen Sie eine Struktur und ordnen Sie ihre Inhalte. Setzen Sie ihren Plan auf einer lokalen Installation um und diskutieren Sie ihre Ergebnisse in der Gruppe. Zum Ende des Kurses lernen Sie, wie Sie das Ergebnis auf einen eigenen WEB-Speicherplatz übertragen